Eisenkunstguss-Sammlungen in Berlin: Stiftung Stadtmuseum Berlin und Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Neben kleineren Sammlungen beherbergt Berlin im Kunstgewerbemuseum, in der Stiftung Stadtmuseum sowie in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg drei der bedeutendsten Sammlungen zum Eisenkunstguss in Deutschland. Wenngleich derzeit nur ein sehr kleiner Teil ausgestellt ist, beispielsweise im Märkischen Museum und in Schloss Charlottenburg, so sind die Sammlungen der beiden Stiftungen in Depots zugänglich und über Publikationen von Elisabeth Bartel (Die Königliche Eisen-Giesserei zu Berlin. 1804-1874. Berlin 2004) und von Dr. Willmuth Arenhövel (Eisen statt Gold. Preußischer Eisenkunstguss aus dem Schloss Charlottenburg, dem Berlin Museum und anderen Sammlungen. Berlin 1982) in Text und Bild weitgehend erschlossen.

Erstes Forschungskolloquium des Zentrums für Mittelalterstudien der Universität zu Köln, Universität zu Köln, 19.10.2012

Die Forschungskolloquien des Zentrums für Mittelalterstudien der Universität zu Köln sollen zukünftig über die Projekte der Mitglieder informieren und den gegenseitigen Austausch weiter anregen. Auf dem ersten Forschungskolloquium präsentierten sich vor allem Projekte zu mittelalterlichen Textilien und Musik. Untersucht werden die Bedeutung von Textilien im mittelalterlichen Köln, Schenkungen sakraler Textilien in Frauenklöstern, Kleidung als Mittel päpstlicher Repräsentation und Gemeinschaftsbegriffe im Musikschrifttum.

Generalversammlung der Görres-Gesellschaft, Sektion Kunstgeschichte, Universität zu Münster, 23.9.2012

Die Sektion Kunstgeschichte der diesjährigen Generalversammlung der Görres-Gesellschaft war dem Rahmenthema „Mittelalterliche Kirchenräume und ihre Ausstattungen: Neue Forschungen zum Zusammenspiel von Architektur, Raum, Licht, Ausstattungselementen und Liturgie“ gewidmet, wobei laufende universitäre Forschungsprojekte ebenso wie Dissertationen vorgestellt und diskutiert wurden.

Tagung „Lichträume. Fenster und Licht im Kirchenraum. Internationale Theologisch-Kunsthistorische Studienwoche (Liturgie XVI)“, Akademie Franz Hitze Haus Münster, 20.-24.8.2012

Die diesjährige Tagung im Rahmen der einmal jährlich stattfindenden Liturgiewoche in Münster befasste sich mit dem Licht im Kirchenraum hinsichtlich der Symbolik des Lichts, der Lichtführung im Kirchenbau, der Fenster und des Umgangs mit Licht in der Liturgie. Dabei wurden sowohl theologische als auch kunsthistorische Fragestellungen angesprochen und in einem anregenden Dialog vertieft.

Vortrag Professor Dr. Susanne Wittekind „Alte Schätze bewahren und inszenieren – Überlegungen zu heterogenen Goldschmiedewerken des Mittelalters“ im Rahmen der Vortragsreihe zur Ausstellung „Goldene Pracht“ im LWL-Landesmuseum und der Domschatzkammer Münster, Fürstenberghaus Münster, 16.5.2012

Die Willibrordarche aus St. Martin in Emmerich ist aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte ein schönes Beispiel für den fließenden Bedeutungswandel und die Neukontextualisierung mittelalterlicher Goldschmiedewerke, der sich über Jahrhunderte hinziehende Umarbeitungen der Objekte nach sich zog. Der im 11. Jahrhundert als Reliquiar entstandenen Willibrordarche wurde im Spätmittelalter eine bekrönende Kreuzigungsgruppe sowie ein Sockel hinzugefügt und diente als solches seit dem 14. Jahrhundert auch als Schwurobjekt. Durch Anbringung einer Lunula, einer Haltevorrichtung für eine Hostie, diente das Reliquiar auch als Hostienmonstranz. Bei allen Änderungen respektierte man die Substanz des älteren Reliquiars, das Reliquien enthielt, die der Heilige Willibrord selbst nach Emmerich verbracht haben soll.

Vortrag Professor Dr. Susanne Wittekind „Bildliche Strategien von Authenzität in mittelalterlichen Urkundenabschriften“ im Rahmen der Morphomata Lectures, Universität zu Köln, 9.5.2012

Am Beispiel von drei hochmittelalterlichen spanischen Urkundenabschriften, in denen Schenkungen und Privilegien an Kirchen und Konvente behandelt sind, wurde dargelegt, dass sich mittelalterliche Urkundenabschriften bewusst als Abschriften zu erkennen geben. Dennoch spielten sie insbesondere zu Krisenzeiten in der Selbstvergewisserung und Selbstdarstellung ihrer Inhaber eine wichtige Rolle und wurden – wie entsprechende Spuren belegen – häufig benutzt.

Vortrag Professor Dr. Klaus Grewe „Aquäduktmarmor aus dem Römerkanal – Schmuckstein für halb Europa“, Rheinisches Landesmuseum Bonn, 17.4.2012

Eine von den Römern um 80 n.Chr. angelegte, etwa 100 km lange Wasserleitung versorgte Köln – die damalige Colonia Claudia Ara Agrippinensium – mit dem Wasser der Eifelquellen. Da das Wasser kalkhaltig war, lagerte sich in der Leitung eine bis zu 40 cm starke Kalksinterschicht ab, die im Mittelalter – als das Leitungssystem nicht mehr in Betrieb war – ausgebrochen und als Schmuckstein weiterverarbeitet wurde. Das heute auch als Aquäduktmarmor bezeichnete und im Mittelalter kostbare Material lässt sich aufgund seiner charakteristischen Eigenschaften an mehreren mittelalterlichen Gebäuden sowie Ausstattungsgegenständen nachweisen.

Heilig Rock Wallfahrt Trier, Dom zu Trier, 13.4.-13.5.2012

Der Heilige Rock in Trier wird seit dem Mittelalter als Reliquie verehrt. Der Rock soll Fragmente der Tunika Christi enthalten und ist somit gleichsam Berührungs- wie Herrenreliquie. Die Tunika soll durch Helena, die Mutter Konstantins, nach Trier gelangt sein. Im Gegensatz zu anderen textilen Reliquien, wie beispielsweise die Aachener Heiligtümer, wird der Heilige Rock nur unrgelmäßig gezeigt; zuletzt im Jahr 1996. Anlass der Zeigung und Wallfahrt im Jahr 2012 war die erste öffentliche Zeigung der Tunika vor 500 Jahren. Im Jahr 1512 wurde sie auf Drängen Kaiser Maximilians I. (1459-1519) aus dem Hochaltar des Domes entnommen.

Ausstellung „Goldene Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen“, Münster LWL-Landesmuseum und Domkammer, 26.2.-28.5.2012

Die Ausstellung war der mittelalterlichen Goldschmiedekunst in Westfalen gewidmet, die sich dort in ungewöhnlich großer Zahl erhalten hat und dennoch weiten Teilen der Öffentlichkeit nicht bekannt ist. Neben der Vernetzung der beiden Kunstzentren Osnabrück und Münster wurde auch die externe Vernetzung Westfalens mit dem Rheinland sowie mit Frankreich thematisiert.

„4. Tag der Kirchenführer im Bistum Essen“, Die Wolfsburg Mülheim Katholische Akademie des Bistums Essen, 26.11.2011

Nachdem das Bistum Essen im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres „Ruhr.2010“ durch eine Kirchenführerausbildung einen Stab an motivierten und gut ausgebildeten Kirchenführern aufbauen konnte, setzt man auch weiterhin auf Vernetzung und Fortbildung der Mitarbeiter durch regelmäßige Fortbildungsangebote. Die vierte Fortbildung war der Plastik in der christlichen Kunst gewidmet, die sich als Einführung in die Terminologie und Ikonographie am Beispiel von Einzeldarstellungen der Heiligen verstand. Das gut besuchte Seminar zeichnete sich durch eine angenehme Atmosphäre und eine lebendige Beteiligung der Kursteilnehmer aus.